Ein paar Urlaubstage auf Sylt

 

Nach einem Spaziergang durch den kleinen Ort ging ich in das im Keller befindliche Restaurant
und bestellte mir wie immer ein Krabben Rührei.

 

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Das rote Kliff Leuchtturm am Ellenbogen Blick auf den Strand Mein Ferienhaus

 

 

Es war absolut so weit, ich musste mal raus, ich brauche dringend eine steife Brise, die mir mein Hirn wieder klar bläst. Nach ein paar Anrufen war alles geklärt. Ein paar Tage später packte ich meine paar Sachen zusammen und ab ging es Richtung Norden.
Die kleine Maschine, ein Pilot, drei Passagiere und einiges Gepäck, surrte über die glitzernde Nordsee. Rechts unten sah man die Küste von Schleswig – Holstein.


Bild rechts: Die wichtigste Straße in Kampen

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tl_files/Der Weg zum Haus.jpg Ein Taxi brachte mich vom Flughafen zu meinem Urlaubsdomizil. Schon auf dem kleinen Flugplatz holte ich tief Luft, frische klare Luft, von einem kräftigen Westwind heran getragen.
Der Taxifahrer holte meine Gepäckstücke aus dem Kofferraum und ich trug diese den schmalen Weg zum Haus hoch. Hoch zufrieden sah ich mich um, alles wie immer, alles vertraut, rechts schräg herüber, das Nachbarhaus. Ein kurzer Gruß mit der rechten Hand hinüber gewunken, dass reichte schon. Hier bleibt man diskret, außer abends und nachts. Ich nahm das Schlafzimmer mit dem Blick zur offenen Nordsee, räumte meine Sachen ein, nahm mir eine Flasche Bier mit auf die kleine Terrasse und machte es mir in dem Liegestuhl gemütlich.
Der späte Nachmittag wurde frisch und ich verließ den Liegestuhl, ging ins Haus zurück ich machte mich fertig für das Abendessen. Nach einem Spaziergang durch den kleinen Ort ging ich in das im Keller befindliche Restaurant und bestellte mir wie immer ein Krabben Rührei. Dazu ein gut gezapftes Pils und als Dessert einen eiskalten Aquavit – Mann, was willst du mehr!

Ich schlenderte in aller Ruhe in einem weiten Bogen um das kleine Dorf zurück zum Haus. An einem Kiosk trank ich einen Gute Nacht Pils, der Mann hinter der Theke nickte mich wieder erkennend an. Ich lud ihn zu einem Pils ein, dankend hob er das Glas, angenehme Nachtruhe.
Das gefällt mir an diesen Küsten- und Inselbewohnern so gut, ein Blick, eine Geste, alles klar!
Ich wurde am nächsten Morgen wach und fühlte mich prächtig. In der Küche kochte ich mir Kaffee und trank diesen auf der Terrasse. Blitz blanker, blauer Himmel, nur ein paar wenige weiße Fetzen, aber eine ordentliche Brise wehte von Nordwest über die Insel. Ich wanderte am Strand und durch die Dünen nach List, aß zu Mittag einen leckeren Fischteller und wanderte durch das Süderheidetal nach Kampen zurück.


Nach meinem Morgenkaffee machte ich mich auf nach Keitum, es ist wirklich ein schönes altes Dorf, der den Reichtum der alten Kapitäne immer noch erkennen lässt. Über Morsum, Archsum ging ich zurück. Zum Abendessen ging ich zu dem alten Griechen, der sofort mit einem Schnaps angerannt kam. Welch ein Unterschied der Mentalitäten.

Bild rechts: Hafen von Keitum

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tl_files/Dom von Keitum.jpgtl_files/Hoernum Hafen.jpg

 

Prasselnder Regen weckte mich am sehr frühen Morgen, Sturm heulte um das Haus. Ich zog die Decke hoch und dachte, Haustag! Den Vormittag verbrachte ich am Laptop. Nach dem Mittagessen lief ich etwas unschlüssig zum Strand und blieb dort fast drei Stunden sitzen und sah den Wellen zu, das Farbenspiel des Wassers, von fast schwarz bis zum lichten Grün, selten blitzte ein blauer Fleck auf. Wie die Wellen an den Strand rollten, brachen hoch aufschäumend, der Schaum von dem Wind fortgerissen Möwen Geschrei, weit auf der Nordsee zog ein Schiff vorbei.

Am nächsten Morgen weckte mich die Sonne. Als ich aus dem Haus trat, wehte mich der kräftige Wind an und mit ihm zusammen ging ich zur Bushaltestelle. Ich stieg in den Bus nach Hörnum, über Wenningstedt – Westerland und Rantum. Ich war mit dem Busfahrer die ganze Fahrt über alleine. Sein rundes Gesicht mit dem breit lachenden Mund drehte sich zu mir: „ Sind Sie zum ersten Mal auf der Insel?“ Ich schüttelte verneinend mit dem Kopf und grinste freundlich zurück. Der Busfahrer war ein Afrikaner, pechschwarz und sprach ein fast perfektes Norddeutsch! Die Busfahrt wurde zu einer Informationsfahrt, der Mann wusste alles über Sylt!
In Hörnum angekommen, stieg der Busfahrer mit mir aus, schloss den Bus ab – Mittagspause! Wir gingen zusammen essen und ich erfuhr noch mehr über Sylt!
Es war noch früh am Tag und so lieh ich mir in Hörnum ein Fahrrad und fuhr damit zurück nach Kampen.


Die restlichen Tage verbrachte ich mit Spaziergängen durch die Dünen, einer weiteren Fahrradtour in die Ostspitze der Insel. Dann stand schon das Taxi vor dem Haus, Flughafen, in Hamburg in den Zug und schon hatte der Niederrhein mich wieder.


Bild oben im Text: Dom von Keitum

Bild unten im Text: Der Hafen Hornum

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Dieser Reisebericht stammt von Klaus Blochwitz, Nettetal.

 

Text und Bilder unterliegen dem Copyright des Autors.